Die Wuppertaler Schwebebahn


Allgemeines und Geschichte
  
Wie ein stählerner Drache durchzieht das Schwebebahngerüst Wuppertal. Es windet sich durch das enge Tal, führt zueinander, hält zusammen und verbindet, was sich sonst mehr oder weniger beziehungslos aneinanderreihte.

13,3 km oder 30 Minuten lang ist die Strecke zwischen Vohwinkel und Oberbarmen, dazwischen liegen nach dem Wiederaufbau der Stationen Kluse jetzt wieder zwanzig Bahnhöfe. Dabei ist die Schwebebahn eine alte Dame - der Kölner Zuckerfabrikant und Erfinder Eugen Lange hatte bereits vor gut 100 Jahren ein Hängebahnsystem zur Personenbeförderung entwickelt.

Das Geniale an dieser Idee für das dicht bebaute Wuppertal war: Der größte Teil der Strecke (10 km - von Oberbarmen bis Sonnborn), nutzt den Raum über der Wupper! 

Nach einigem Hin und Her begannen die Bauarbeiten 1989.

Schon am 24. Oktober 1900 machte Kaiser Wilhelm II. eine Probefahrt. Gut vier Monate  Jahr später, am 01. März 1901, wurde die Schwebebahn für den öffentlichen Verkehr freigegeben. 1903 war die Strecke vollständig.

Für das Schwebebahngerüst wurden 19.200 Tonnen Stahl verbaut. Die Schienen werden insgesamt von 472 Brückenträgern gehalten. An beiden Enden der Bahn sind Wendeschleifen installiert. Eine zusätzliche Drehscheibe zum Wenden befand sich am Bahnhof Zoo/Satdion, wurde aber im Rahmen des Umbaus 202 abgebaut. Schon seit Mitte der 1990er Jahre wurde sie aus Umweltschutzgründen nicht mehr genutzt (Ölverlust über der Wupper).

Die orangeblauen Schwebebahnwagen stammten aus den 70er Jahren. Es waren dreiteilige Gelenkzüge mit 48 Sitz- und 100 Stehplätzen. Das traditionelle orangeblau der Stadtwerke wurde später durch himmelblau ersetzt oder erhielten eine andersfarbige Werbung. Ihre Durchschnittsgeschwindigkeit betrug 27 km/h.

Die Schwebebahn verkehrt tagsüber alle 3 - 4 Minuten, an den Wochenenden alle 8 Minuten und abends bis 23 Uhr alle 15 Minuten.

Sie transportiert pro Tag ca. 80.000 Fahrgäste und ist damit Wuppertals wichtigstes öffentliches Verkehrsmittel. 







der GelenkTriebWagen GTW15 aus Aluminium, wurde am 18.12.2016 in Betrieb genommen. Alle warteten gespannt auf den himmelblauen Schwebebahnwagen aus Aluminium mit den bunt gepolsterten Holzsitzen.


Der Kaiserwagen 
Auch wenn die Schwebebahn noch keine Museumsbahn ist (was viele Touristen immer noch glauben), so gibt es dennoch einen historischen Schwebebahnwagen - den Kaiserwagen. Mit ihm kann man bei Kaffee und Kuchen historisch durchs Tal schweben und sogar heiraten. Der historische Kaiserwagen stammt aus dem Jahre 1900. Er bekam nach der Probefahrt vom Döppersberg bis Vohwinkel mit Kaiser Wilhelm II., seiner Gattin Auguste Viktoria und seinem Gefolge seinen kaiserlichen Namen. 

Der geistige Erfinder der Schwebebahn, der Kölner Eugen Langen, erlebte leider nicht mehr, dass die Schwebebahn in Betrieb genommen wurde.



Die 20 Schwebebahn-Haltestellen

Pfeiler 465 - 466
Oberbarmen Bf. 
Oberbarmen Bf., Berliner Platz
Rittershausen
Pfeiler 234 - 235
Ohligsmühle
Ohligsmühle, Statdhalle
Alexanderbrücke
Pfeiler 444 - 445
Wupperfeld
Schillerbrücke

Pfeiler 210 - 211
Robert-Daum-Platz
Breite Straße
Tannenbergstraße
Pfeiler 425 - 426
Werther Brücke
Pfeiler 180 - 181
Pestalozzistraße
Schillerbrücke
Pfeiler 399 - 400
Alter Markt
Rathausbrücke
Pfeiler 161 - 162
Westende

Pfeiler 374 - 375
Adlerbrücke
Adlerbrücke, Opernhaus

Pfeiler 131 - 132
Varresbecker Straße
Varresbeck
Gasanstalt
Pfeiler 355 - 356
Loher Brücke

Pfeiler 106 - 107
Zoo / Stadion
Zoologischer Garten
Pfeiler 328 - 329
Völklinger Straße
Kaiserbrücke

Pfeiler 83 - 84
Sonnborner Straße
Sonnborn
Rutenbeck
Pfeiler 294 - 295
Landgericht
Pfeiler 83 - 84
Hammerstein
Pfeiler 266 - 267
Kluse / Schauspielhaus
Bembergstraße
Pfeiler 29 - 30
Bruch
Untervohwinkel
Pfeiler 249 - 250
Hauptbahnhof
Wuppertal Hauptbahnhof, Döppersberg
Döppersberg
Pfeiler 1 - 3
Vohwinkel
Schwebebahn Vohwinkel