Hoffnung ist nicht die Überzeugung,
dass etwas gut ausgeht, sondern
die Gewissheit, dass etwas Sinn hat


Die Kraft von Hoffnung und Zuversicht

Hoffnung haben, dass alles gut wird, ist besonders wichtig, wenn wir in einer schweren Lebenskrise sind. Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass kranke Menschen, die Glauben und Hoffnung haben, schneller gesund werden. Sie genesen schneller wieder nach einem Herzinfarkt - Knochenbrüche und Verbrennungen heilen schneller. Dabei ist unter dem Glauben nicht nur der religiöse Glaube zu verstehen. 


Was verstehen wir unter Glauben und Hoffnung?

Hoffnung äußert sich in unserer inneren Einstellung. Wir haben die Zuversicht, dass sich etwas zum Guten wenden wird. Wir oder nahe Angehörige werden wieder gesund werden, unsere finanzielle Situation wird sich verbessern, der Konflikt mit der Schwiegertochter wird sich lösen.

Wir stellen uns vor, dass wir eine Situation meistern können. Der Umzug in die Seniorenresidenz wird klappen und wir werden uns dort einleben. Den ärztlichen Eingriff werden wir gut überstehen.

Wir glauben, dass wir alleine oder mit der Hilfe anderer eine Lösung finden werden. Das neue Hüftgelenk wird uns Schmerzfreiheit verschaffen, durch die Einhaltung der Diät werden wir einen Herzinfarkt verhindern, die Chemotherapie wird den Krebs abtöten.


Was bewirken Hoffnung und Zuversicht?

Hoffnung mobilisiert die Selbstheilungskräfte unseres Körpers. Eine positive Erwartungshaltung (Hoffnung) führt zu realen und messbaren Veränderungen im Körper! Andererseits bewirkt der Verlust der Hoffnung, dass unsere Lebensenergie abnimmt, unsere Selbstheilungskräfte erlahmen. 


Die Hoffnung aufzugeben
bedeutet, nach der Gegenwart
auch die Zukunft preiszugeben


(Pearl Buck)



Eine Geschichte, die belegt, wie wichtig Hoffnung und Zuversicht sind:

Ein Mann wurde abends aus Versehen in ein Kühlhaus eingeschlossen. Er wusste, dass bis zum nächsten Morgen niemand mehr kommen würde. Dies, so glaubte er, sei sein Todesurteil.

Er hatte keine Hoffnung, eine ganze Nacht lang bei solcher Kälte überleben zu können, und schrieb an seine Familie einen Abschiedsbrief.

Am nächsten Morgen fand man ihn tot auf. Sein Tod war jedoch allen unverständlich. In der Nacht war die Kühlanlage ausgefallen und eigentlich hätte er überleben können. 

Er war an seinem Glauben gestorben, keine Überlebenschance zu haben. Er hatte die Hoffnung verloren und sich selbst damit zum Tod verurteilt. 


Jeder Tag, den du erleben darfst,
ist ein Geschenk.
Pack es aus und hab Freude daran!




Menschen ohne Hoffnung werden depressiv

Sie haben den Glauben in sich, die momentane Situation und in die Zukunft verloren. Sie sehen keinen Sinn mehr darin zu leben. Sie glauben, keine Einflussmöglichkeiten zu haben.  

Menschen, die glauben, Schmerzen ertragen oder beeinflussen zu können, sind weniger ängstlich und benötigen weniger Schmerzmittel. 


Wie erklärt man sich die Wirkung der Hoffnung?

Die Hoffnung, d.h. positive Einstellungen und positive Gefühle, führen zu einer Stärkung des Immunsystems. Die Wirkung der Hoffnung beruht auf dem Placeboeffekt.

In Untersuchungen, in denen man statt normaler Medikamente Placebos einsetzte, stellte man fest, dass Placebos bei Leiden wie zum Beispiel Herpes, Asthma, Kopfschmerzen oder harmlosen Geschwüren die gleiche Wirkung wie normale Medikamente hatten.

Der Glaube an die Wirkung des Placebos hat die heilende Wirkung verursacht. Man nennt das auch eine sich selbst erfüllende Prophezeiung. 

Spontanheilungen bei Krebserkrankungen lassen sich teilweise darauf zurückführen, dass die Patienten nach der Diagnose begonnen haben, ihr Leben zu verändern.

Sie veränderten ihre Ernährung, die Lebensgewohnheiten und die Lebensziele. Sie glaubten daran, die 'Ausnahme von der Regel' zu sein und beteiligten sich voller Zuversicht an der Therapie. 

Der Glaube, dass sie Einflussmöglichkeiten haben und die Bereitschaft, sich voll für ihre Gesundung einzusetzen, hilft ihnen, ihre Selbstheilungskräfte zu aktivieren. 

Der Glaube an die Genesung und die Zuversicht, gesund zu werden, sind die besten Medikamente, die wir uns selbst verabreichen können.

Das Schöne an diesen 'Medikamenten' ist: sie haben keine unerwünschten Nebenwirkungen und kosten nichts.


Warum es wichtig ist, sich seine Hoffnung und Zuversicht zu bewahren

Wer sich hoffnungsvolle Gedanken macht, dass er selbst in seinem Leben Einflussmöglichkeiten hat oder ihm geholfen werden kann,
  • hat Energie zu handeln
  • ist den überwiegenden Teil der Zeit positiv gestimmt
  • steigert seine Abwehrkräfte
  • ist kreativer
  • erholt sich schneller von Krankheiten und Operationen

Was tun, wenn die Hoffnung fehlt? Wie seine Hoffnung bewahren?

(1) Sprich Dir selbst Mut zu! Wenn Dir keine positiven oder Mut machenden Gedanken einfallen, dann überlege, was Du anderen Menschen in dieser Situation sagen würdest, um ihnen Mut zu machen.

(2) Ruf Dir eine positive Erinnerung aus der Vergangenheit in Erinnerung. Welche Situationen hast du gemeistert? Was ist alles gut verlaufen? Wann sah die Situation in der Vergangenheit schon mal aussichtslos aus und es hat sich eine Lösung ergeben?


(3) Such im Internet und in deinem Umfeld nach Menschen, denen bereits eine Lösung gelungen ist. Nimm dir diese Menschen als Vorbild. Mach dir deren Erfahrungen zunutze. Setze deren Lösungsstrategien ein.


(4) Meide Menschen, die alles schwarz sehen und dramatisieren. Such die Gesellschaft positiver und gut gelaunter Menschen - so oft es geht.


(5) Nimm Krankheiten für den Augenblick an. Je mehr du dagegen ankämpfst und haderst, krank zu sein, desto mehr sinken deine Abwehrkräfte. Such nach dem persönlichen Sinn für deine Erkrankung. 


(6) Mach dir hoffnungsvolle und zuversichtliche Gedanken, nach der Art: Was auch immer auf mich zukommt, es wird eine Lösung geben. Ich tue alles, was in meinen Kräften steht.


(7) Werde aktiv! Erdulde nicht passiv die Situation! Befreie dich aus der Opfer-Rolle!

Durch das Aktivsein hast du den Eindruck, Kontrolle auszuüben und eine Lösung finden zu können.

(8) Hol dir den kostenlosen Bildschirmschoner 'Ich mach weiter. Das geht vorüber.' Er erinnert dich in Pausen an deinem Computer, nach vorne zu blicken und die Hoffnung zu bewahren.

*Psychotipps von Dr. Doris Wolf, Psychotherapeutin
https://www.psychotipps.com/Hoffnung.html

  
Wir wünschen Euch, dass es Euch gelingt,
Eure inneren Kräfte der Hoffnung und Zuversicht
wachzurufen und aufrechtzuerhalten
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