Ein Tropfen Hilfsbereitschaft
ist mehr wert als ein
ganzer Ozean voll Mitleid


Hilfsbereitschaft ist die vielleicht uneigennützigste Eigenschaft, die ein Mensch haben kann. Dies zeigt sich bereits in der Definition des Begriffs. So konzentriert sich Hilfsbereitschaft darauf, ein erkanntes Problem, einen Mangel oder eine Situation zu verbessern - und zwar ohne dabei an den eigenen Nutzen zu denken oder eine Gegenleistung zu erwarten.

Es ist nie zu spät...
für eine gemeinsame
Anstrengung
für die, die auf unsere Hilfe warten.

(Norbert Blüm)


Aber muss ein hilfsbereiter Mensch auch akzeptieren, dass er durch seine gut gemeinten Taten möglicherweise selbst schlechter gestellt wird? Im Beispiel der älteren Dame, deren Tüten Sie tragen, mag diese Frage noch keine Rolle spielen.

Doch wie verhält es sich, wenn Sie Überstunden und zusätzliche Aufgaben übernehmen? Ist dies noch Hilfsbereitschaft oder bereits Selbstaufopferung?

Wer sich zu groß fühlt,
um kleine Aufgaben zu erfüllen,
ist zu klein, um mit großen
Aufgaben betraut zu werden.

(Jacques Tati)


Grundsätzlich gilt: Hilfsbereitschaft erfordert immer, etwas zu opfern. Dies kann die eigene Zeit, aber auch Energie oder in manchen Fällen Geld sein. Ob es sich bereits um Selbstaufopferung handelt, hängt dann davon ab, welches Ausmaß die Hilfsbereitschaft annimmt.